Autismus / Asperger

Nach der internationalen Klassifikation der Krankheiten (ICD-10) gilt Autismus als „Tiefgreifende Entwicklungsstörung“ (F84).

Dabei liegt eine lebenslange komplexe Störung des zentralen Nervensystems zugrunde – insbesondere im Bereich der Wahrnehmungs-Verarbeitung – die bereits im Kindesalter beginnt. Autisten wird meist eine schwere Beziehungs- und Kommunikationsstörung attestiert.

Die Auswirkungen der Störung behindern auf vielfältige Weise die Beziehungen zur Umwelt, die Teilnahme am Leben in der Gemeinschaft und die Fähigkeit zur Eingliederung in die Gesellschaft, da sowohl kognitive als auch sprachliche, motorische, emotionale und interaktionale Funktionen betroffen sein können.

Hinzu kommen zahlreiche Verhaltensauffälligkeiten, die besonders für die Bezugspersonen im alltäglichen Umgang mit den autistischen Menschen sehr belastend sein können.

Zu den Autismus-Spektrum-Störungen (kurs ASS) gehören u. a.:

  • der Frühkindliche Autismus (F84.0)
  • der Atypische Autismus (F84.1)
  • das Asperger-Syndrom (F84.5)
  • das Rett-Syndrom (F84.2)
  • die sonstige tiefgreifende Entwicklungsstörung (F84.8)
  • die nicht näher bezeichnete tiefgr. Entwicklungsst. (F84.9)

Kriterien nach F84.5 – Asperger-Syndrom

  • qualitative Abweichungen der wechselseitigen sozialen Interaktionen (wie beim Autismus)
  • ein eingeschränktes, stereotypes, sich wiederholendes Repertoire von Interessen und Aktivitäten
  • keine allgemeine Entwicklungsverzögerung (anders als beim Autismus)
  • kein Entwicklungsrückstand der Sprache und kognitiven Entwicklung (anders als beim Autismus)

Ich selbst beschäftige mich seit 2016 speziell aus privaten und beruflichen Hintergründen mit dem Asperger Syndrom. Aber eigentlich begleitet es mich schon mein ganzes Leben, da ich selbst diagnostizierter Asperger Autist bin.

Meine Unterstützung biete ich nicht nur den Asperger-Betroffenen (kurz Aspis) selbst an, sondern auch dem Umfeld. Vor allem den Eltern von betroffenen Kindern. Der Alltag ist für das autistische Kind meist nicht leicht, aber auch ganz und gar nicht für all jene, die in engstem Kontakt stehen. Manchmal ist es, als ob zwei Welten aufeinander prallen.


Hirnforscher Henry Markram:
„Wir sagen, Autisten fehlt Empathie. Nein, uns fehlt sie. Für sie!“